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Privatverkauf

Ein Inserat schreiben, das den Preis hält

Ein Fahrzeuginserat hat zwei Aufgaben: In der Ergebnisliste gefunden werden und im Text alles beantworten, was ein Interessent sonst am Telefon fragt. Die erste erledigen die Suchfelder, der Preis und die Fotos, die zweite ein Text, der die bekannten Mängel selbst nennt, statt sie dem Besichtigungstermin zu überlassen.

Diese Seite beschreibt beides und dazu die Grenze, an der ein Anzeigentext rechtlich bindet: Was in der Anzeige als Eigenschaft zugesagt ist, lässt sich im Kaufvertrag nicht mehr wegbedingen. Deshalb steht am Ende jedes guten Inserats keine Beschönigung, sondern eine Liste.

Was in jedes Inserat gehört

Die dritte Spalte erklärt, warum das Weglassen einer Angabe nicht neutral ist: Jede Lücke wird beim Termin zum Verhandlungspunkt.

AngabeWarum ein Käufer sie brauchtWas ihr Fehlen auslöst
Erstzulassung und LaufleistungDie beiden Werte, nach denen in jeder Fahrzeugbörse gefiltert wirdDie Anzeige erscheint in keiner gefilterten Ergebnisliste
Kraftstoff, Getriebe, LeistungGrundangaben aus der Zulassungsbescheinigung, nach denen ebenfalls gefiltert wirdRückfragen, die jede einzeln beantwortet werden müssen
Termin der nächsten HauptuntersuchungEr sagt, ob eine Ausgabe unmittelbar bevorstehtDer Käufer rechnet mit dem ungünstigsten Fall und zieht ihn vom Preis ab
Zahl der VorhalterSteht in der Zulassungsbescheinigung Teil II und ist überprüfbarEin Widerspruch beim Termin, wenn das Dokument etwas anderes zeigt
Bekannte Unfall- und VorschädenDie Angabe, die über Preis und über die spätere Haftung entscheidetEin verschwiegener Schaden macht den Haftungsausschluss unwirksam
Ausstattung und ZubehörZweiter Radsatz, Anhängerkupplung, Standheizung, alle SchlüsselPositionen, die Sie mitverkaufen, ohne dass jemand sie bemerkt
Wartungsstand und BelegeRechnungen machen aus einer Behauptung eine AngabeDer Käufer bewertet den Wartungsstand als unbekannt

Welche Zeile gilt für Ihr Auto?

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Der Aufbau: vom Wichtigsten nach hinten

Die erste Zeile enthält Modell, Motorisierung und die eine Eigenschaft, die dieses Fahrzeug von den anderen in der Liste unterscheidet. Sie ist die Zeile, die entscheidet, ob überhaupt geklickt wird — nicht der Ort für Ausrufezeichen, sondern für die Angabe, nach der jemand sucht.

Danach folgen vier Absätze in fester Reihenfolge: der Zustand mit Laufleistung und Termin der Hauptuntersuchung; die Wartung mit dem, was belegbar gemacht wurde; die Mängel, offen und einzeln benannt; die Formalien — wie besichtigt wird, wie gezahlt wird, dass ein schriftlicher Kaufvertrag verwendet wird und dass als Privatverkauf die Sachmängelhaftung ausgeschlossen wird.

Der Mängelabsatz ist der, den man am liebsten weglassen würde, und der einzige, der die Verhandlung vorwegnimmt, statt sie zu eröffnen. Er nimmt dem Käufer den Fund weg, auf den er beim Termin seine Verhandlung stützt, und sortiert vorher jene aus, für die genau dieser Mangel ein Ausschlusskriterium ist. Beides kostet Anfragen und spart Termine.

Trifft das auf Ihr Fahrzeug zu?

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Beschaffenheitsvereinbarung
Eine Eigenschaft, die Käufer und Verkäufer als geschuldet vereinbaren. Fehlt sie dem Fahrzeug, ist es mangelhaft — unabhängig davon, ob der Mangel bei einer Besichtigung erkennbar gewesen wäre.
Für ein Inserat ist das die wichtigste Regel überhaupt: Angaben aus der Anzeige können Teil einer solchen Vereinbarung werden. Wer „unfallfrei“, „scheckheftgepflegt“ oder „Garantie bis …“ schreibt, sagt eine Eigenschaft zu. Ein späterer Haftungsausschluss im Kaufvertrag trägt dagegen nicht, denn auf einen Ausschluss kann sich nicht berufen, wer eine Garantie für die Beschaffenheit übernommen oder einen Mangel arglistig verschwiegen hat. Deshalb gehört in die Anzeige nur, was Sie belegen können.

Quelle: § 434 BGB — Sachmangel; § 444 BGB — Haftungsausschluss · Stand Rechtsstand September 2026

Passt der Begriff auf Ihr Auto?

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Fotos: was aufs Bild gehört und was nicht

Ein Bild je Angabe aus dem Text — das ist der Maßstab. Eine vorgeschriebene Anzahl gibt es nicht:

  • Alle vier Seiten des Fahrzeugs bei Tageslicht, ohne Gegenlicht, mit etwas Abstand und ruhigem Hintergrund.
  • Innenraum vorn und hinten, Kofferraum, Fahrersitz aus Türhöhe — dort sieht man Gebrauchsspuren, die ohnehin auffallen.
  • Der Tacho mit der Laufleistung, deutlich lesbar; sie steht auch im Text und muss dazu passen.
  • Reifen mit Profil, alle vier, und der zweite Radsatz, wenn er mitverkauft wird.
  • Jeder im Text genannte Mangel im Detail — Kratzer, Delle, Rostansatz, Steinschlag in der Scheibe.
  • Nicht aufs Bild: das Kennzeichen unverdeckt, Hausnummer oder Straßenschild, andere Personen.
  • Niemals fotografieren: die Zulassungsbescheinigung Teil I oder Teil II. Ihre Nummern sind ein Baustein für Fahrzeugbetrug.

Preis: was die Suchfilter daraus machen

Fahrzeugbörsen filtern Preise in Stufen. Wer knapp über einer solchen Grenze anbietet, erscheint in der Liste derer nicht, die darunter suchen — und diese Liste sieht der Interessent, bevor er irgendetwas über Ihr Fahrzeug erfährt. Das ist der eine Punkt, an dem der genaue Betrag über die Sichtbarkeit entscheidet und nicht über die Verhandlung.

„VB“ hinter dem Preis ist eine Einladung zum Verhandeln, „Festpreis“ eine Absage daran. Beides ist legitim; entscheidend ist, dass die Angabe zum eigenen Vorgehen passt. Wer „Festpreis“ schreibt und dann doch nachgibt, verliert die Wirkung der Angabe beim nächsten Interessenten nicht — er verliert sie in diesem Gespräch, und das ist teurer.

Und zum Nachsteuern: Eine Preissenkung in einer laufenden Anzeige ist ein Signal an alle, die sie beobachten. Wer den Preis von Anfang an mit einem kleinen, bewusst kalkulierten Verhandlungsspielraum ansetzt, muss seltener nachsteuern — und verhandelt dann über einen Betrag, den er vorher festgelegt hat, statt über einen, den der Käufer nennt.

Ihr Fall steht so nicht dabei?

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Unsicher, ob das bei Ihnen gilt?

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Häufige Fragen

Was muss in ein Autoinserat?

Ein Fahrzeuginserat enthält Erstzulassung, Laufleistung, Kraftstoff, Getriebe und Leistung, den Termin der nächsten Hauptuntersuchung, die Zahl der Vorhalter, die Ausstattung und die bekannten Mängel. Dazu kommen Fotos von allen vier Seiten, dem Innenraum, dem Tachostand und jedem genannten Schaden sowie eine Angabe zum Preis.

Muss ich Unfallschäden im Inserat angeben?

Bekannte Unfall- und Vorschäden gehören in die Anzeige und in den Kaufvertrag. Wer „unfallfrei“ schreibt, sagt eine Eigenschaft des Fahrzeugs zu; ein späterer Haftungsausschluss trägt dagegen nicht, weil sich auf ihn nicht berufen kann, wer einen Mangel arglistig verschwiegen oder eine Garantie übernommen hat (§ 444 BGB).

Wie viele Fotos sollte ein Autoinserat haben?

Eine vorgeschriebene Anzahl von Fotos gibt es nicht; der brauchbare Maßstab ist ein Bild zu jeder Angabe im Text. Dazu gehören alle vier Fahrzeugseiten, der Innenraum vorn und hinten, der Kofferraum, der Tachostand, die Reifen und jeder genannte Mangel im Detail. Kennzeichen, Hausnummer und Fahrzeugpapiere gehören nicht ins Bild.

Soll ich Verhandlungsbasis oder Festpreis angeben?

„VB“ hinter dem Preis lädt zum Verhandeln ein, „Festpreis“ sagt Verhandlungen ab — beide Angaben sind zulässig und sollten zum eigenen Vorgehen passen. Unabhängig davon wirkt der genaue Betrag in den Preisfiltern der Fahrzeugbörsen, die in Stufen suchen: Ein Preis knapp über einer Filtergrenze erscheint in der Liste darunter nicht.

Ihre Frage steht nicht dabei?

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